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Das DiSEqC-System
 
Allgemeines
Bei Sat-Empfangsanlagen wurde bisher als Schaltkriterium die 14/18 V Spannung zum Umschalten der Polarisationsebenen und das 22 kHz-Signal zum Wechseln der Sat-Positionen (z.B. Astra/Eutelsat), eingesetzt. Durch die Erweiterung des Frequenzbereiches auf den digitalen Bereich fehlte ein Impuls zum Ansteuern von verschiedenen Sat-Positionen.
Deshalb wurde vom Satellitenbetreiber Eutelsat, in Zusammenarbeit mit Philips ein neues Schaltkonzept entwickelt, dass alle Steuerfunktionen einer Sat-Anlage übernehmen kann und auch  zukünftigen Anforderungen genügt. Unter dem Namen DiSEqC (Digital Satellite Equipment Control) steht dieses System als offener und lizenzfreier Standard zur Verfügung und ist ein eingetragenes  Warenzeichen von EUTELSAT
.
 
Funktion
DiSEqC ist im Endausbau für die bidirektionale Kommunikation zwischen Receiver bzw. Multischalter und dem LNB oder anderen Komponenten ausgelegt. Die Steuerung erfolgt komplett über das 22 kHz-Signal, auf das die entsprechenden Befehle aufmoduliert werden. Damit entfallen Spannungsprobleme und es ist eine Einsparung von Energie möglich.
DiSEqC ist als Master/Slave System konzipiert, d. h. dass immer nur ein Master (Receiver) auf ein oder mehrere Slaves zugreifen kann. Die Befehle kommen also immer vom Master mit oder ohne Rückmeldung.
Es sind folgende verschiedene DiSEqC-Level definiert worden, wobei der Level "Tonburst" nicht zum DiSEqC System gehört, sondern nur als Übergangs bis zur vollständigen Ablösung der analogen Schaltkriterien definiert wurde.

Tonburst
Der Tonburst gilt als analoges Schaltkriterium. Dabei wird dem vorhandenen 22 kHz Signal, dass zur Wahl der Polarisationsebenen vorgesehen ist, ein DiSEqC-ähnlicher Befehl aufmoduliert. Dieser Befehl wird mit "Tone Burst" (also "0" für Satellit A) und "Data Burst" ( mit "1" für Satellit B) bezeichnet.
Damit ist ein zusätzlicher Befehl für die Umschaltung von 2 Sat-Positionen bei jeweils 4 Frequenzbändern definiert.


    Signaldefinition        
Das reine 22 kHz Signal wird in dieser Variante zum Umschalten des Frequenzbereiches (analog/digital) verwendet.

Für den Master (Receiver):
DiSEqC 1.0
Der Master kann 4 Schaltfunktionen erzeugen, aber ohne Rückmeldung.
-Polarisation, Band, Position, Option
DiSEqC 2.0
Der Master kann 4 Schaltfunktionen erzeugen, mit Rückmeldung.
-Polarisation, Band, Position, Option
-Konfigurationsbytes der Slaves können ausgewertet werd
en.
DiSEqC 2.1
Der Master kann 4 Schaltfunktionen erzeugen, mit Rückmeldung.
-Polarisation, Band, Position, Option
-Konfigurationsbytes der Slaves können ausgewertet werden.
-Master unterstützt 4 weitere Schaltfunktionen
DiSEqC 3.0
Der Master kann 4 Schaltfunktionen erzeugen, mit Rückmeldung.
-Polarisation, Band, Position, Option
-Konfigurationsbytes der Slaves können ausgewertet werden.
-Master unterstützt 4 weitere Schaltfunktionen
-über DiSEqC werden zusätzliche Programmierschnittstellen bereitgestellt.

Für den Slave
DiSEqC 1.0
Es werden alle DiSEqC Befehle verstanden, jedoch ohne Rückmeldung
DiSEqC 2.0
Es werden alle DiSEqC Befehle verstanden, mit Rückmeldung und mit auslesen der Konfigurationsbytes.


Weiterhin gibt es noch definieret Zwischenstufen der DiSEqC Level, die von der Industrie und Eutelsat spezifiziert werden.
 
Datenübertragung
Die einzelnen Befehle werden als Digitalwörter übertragen. Ein Datenwort des Masters (Receiver) besteht aus Startbyte, Adressbyte, Befehlsbyte und ev. Datenbytes. Zwischen diesen Bytes werden Paritätsbytes gesetzt. Der Slave antwortet, wenn gefordert, mit Startbyte und Datenbytes.
Ein  Byte besteht aus 8 Bits, die den Zustand "0" und "1" annehmen. Jedes Bit wird durch Ein- und Ausschalten des 22 kHz Signals bei einer Amplitude von etwa 0,5 Vss erzeugt. Für das Datenbit "0" ist eine Signallänge 1 ms und für das Datenbit "1",  0,5 ms  festgelegt.
 
Befehlsfolge
Um die Kompatibilität von DiSEqC und den analogen Schaltbefehlen zu sichern und in der Übergangsphase zur volldigitalen Steuerung von Sat-Anlagen beide Befehlsarten nutzen zu können, gibt es für die Befehlsfolge
eine Empfehlung.
Das ev. vorhanden 22 kHz Signal wird zuerst abgeschaltet. Nach einer Pause folgt der DiSEqC Befehl und nach einer weiteren Pause der ev. Tonburst und nach wieder einer Pause wird ggf. der 22 kHz Ton wieder eingeschaltet. Die Fernspeisespannung/Umschaltspannung kann vor oder nach dem Tonburst geschaltet werden. In der Pause nach der DiSEqC Nachricht antwortet der Slave.


Schlussbemerkung
Die Verwendung des Tonburst Signals zum Umschalten der Sat-Positionen hat sich in den vergangenen Jahren durchgesetzt. Heute ist prinzipiell in jedem Receiver, aber auch in Multischaltern  zumindest der DiSEqC Level 1.0 vorhanden.
Eine ausführliche Beschreibung des Systems erhalten Sie bei uns in der Lindenstrasse 03.
Die genauen technischen Spezifikationen, sowie neueste Informationen über
das DiSEqC-System finden Sie auf der Internetseite von Eutelsa
t.
 

3/2001


 

 
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